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Aktuelle Diskussionen

Die 4 von Aachen

Es gibt eine Sonderseite zum Fall (www.escapeintorebellion.info). Hier sind Hintergrundinformationen sowie Veröffentlichunge der Aachener 4 nachzulesen.

Eine eigene Rubrik behandelt die Prozessberichterstattung.


Wer den Gefangenen in Spanisch schreiben, oder Lesestoff schicken
will....... Die Adresse für alle "Aachen-Angeklagten"
ist inzwischen gleich:
Name des Gefangenen
AZ 52 KS 22 - 04
Postfach Landgericht Aachen
52034 Aachen

Wer schreiben will, sollte unbedingt daran denken, dass die Briefe zensiert werden. Auf www.rote-hilfe.de gibt es einen Text von Anarchist Black Cross zu "Wie schreibe ich einen Gefangenen?"

Ansonsten bitte mindestens eine Briefmarke beilegen!



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Anarchisten in Aachen verhaftet


Am 28. Juni 2004 werden vier Personen aus Spanien und Belgien in Aachen/Deutschland nach einem Schusswechsel mit der Polizei und Geiselnahme verhaftet. Sie hatten versucht nach einer Polizeikontrolle zu flüchten. Die vier verhafteten Personen sind Bart de Geeter, Jose Fernandez Delgado, Gabriel Pombo da Silva und Begona Pombo da Silva.

Bart de Geeter ist ein 26-jähriger Anarchist aus Belgien, der schon Jahre in der Bewegung aktiv ist, vor allem bei der Solidaritätsarbeit mit Gefangenen (auch mit Anarchist Black Cross-Gent) und mit Flüchtlingen.
Gabriel Pombo da Silva ist 36 Jahre alt und ein bekennender Anarchist, der 20 Jahre im spanischen Knast einsass, davon 14 Jahre im berüchtigten FIES Isolationsregime. Im Oktober letzten Jahres kehrte er nach einem Urlaub nicht mehr in den Knast zurück und flüchtete aus Spanien. Gabriel ist einer der sozialen Rebellen/Anarchisten, die jahrelang mit Schriften, sowie individuellen und kollektiven Aktionen (alltäglicher Widerstand, Hunger-und Hofgangstreik, Ausbruchsversuche,...) gegen die Isolation, Folter und Miss­handlungen in spanischen Gefängnissen gekämpft hat.
Der 44 jährige Jose Fernandez Delgado, sass 24 Jahre in Spa­nien im Knast und kommt ebenfalls aus der spanischen anarchistischen Bewegung. Auch er flüchtete aus dem Gefängnis und lebte untergetaucht.
Begona ist 34 Jahre alt und die Schwester von Gabriel. Sie wohnt in Deutschland und hat eine 7-jährige Tochter. Ausser dass sie die Schwester von Gabriel ist, steht sie in keiner Beziehung zur anarchistischen Bewegung.

Die vier werden um die Mittagsstunde aufgrund einer Drogenkontrolle von der deutschen Polizei auf einer Tankstelle an der deutschen Grenze Rich­tung Aachen angehalten. Als die Polizei das Auto durchsuchen will, zieht einer von den Kontrollierten eine Waffe und gibt einen Schuss in die Luft ab. Dann flüchten die drei Männer mit einem Ehepaar als Geiseln in ihrem Auto Richtung Aachen; die Frau wird auf der Tankstelle festgenommen. Die Poli­zei nimmt die Verfolgung auf, dabei fallen Schüsse. Nach einem Unfall wird das Paar freigelassen und die drei Männer flüchten in einem anderen Auto weiter. Sie verschanzen sich in einer Werkstatt, in der sich mehrere Men­schen befinden und werden von der Polizei umzingelt. Einer der drei ver­sucht noch zu entkommen, wird aber festgenommen, die anderen zwei ergeben sich.

Die drei Männer werden von der Staatsanwaltschaft Aachen wegen neun­mal versuchten Mordes, zweimaliger Geiselnahme, bewaffneten Überfalls, Pla­nung eines Raubüberfalls und schwerer Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung angeklagt. Aufgrund des Verlaufs der Ereignisse ist es wahrscheinlich, dass Begona weniger Anklagen zugrund gelegt werden.
Bisher läuft noch keine Untersuchung oder Anklage aufgrund des Paragraphen 129b des deutschen Strafgesetzbuches (terroristische Vereinigung) und es gibt auch keine Auslieferungsanfrage von Spanien oder Belgien. Es sind aber Untersuchungen gegen das internationale links-radikale Milieu im Gange, d.h. spanische, belgische und deutsche Anarchisten sind von Ermittlungen betroffen und werden als „internationales Netzwerk“ betrachtet.
Dies zeigt sich, als in Dresden/Deutschland am 04.August 2004 die Polizei bei zwei Genossinnen , die seit Jahren in der Gefangenenbewegung und in der Organisation Rote Hilfe aktiv sind, eine Hausdurchsuchung macht. Sie sind von Anarchist Black Cross-Gent kontaktiert worden, um einen Anwalt für einen der Festgenommenen zu besorgen, und sind seitdem in der Unterstützung für die 4 Gefangenen aktiv. Gegen die zwei wird nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das sie beschuldigt, an der Planung eines Raubüberfalls beteiligt gewesen zu sein!
Während den Untersuchungen wird in dem Auto der Festgenommenen ein Stadtplan von Dresden gefunden, auf dem Waffengeschäfte und Polizeireviere markiert sein sollen, sowie ein Fluchtweg nach Tschechien. Dieser Stadtplan zusammen mit den Punkten, dass die zwei Frauen einen Anwalt besorgt und sich um eine Besuchserlaubnis bemüht haben, reichte als Gründe aus, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und eine Hausdurchsuchung zu starten. Während dieser Durchsuchung vom Landeskriminalamt Sachsen und der Polizei Aachen, werden Handys, Computer, Notizen, Briefe von Gefangenen und Verkleidung beschlagnahmt. Die Betroffenen haben gegen die Hausdurchsuchung Klage eingelegt, welche aber von der Landesrechtbank Aachen abgelehnt wurde. Dagegen wiederum sind sie in Berufung gegangen.
(...)
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Informationen der Dresdener Roten Hilfe vom Fall:

Im Zuge der Ermittlungen in diesem Fall wurde im Auto der Gefangenen ein
Dresdner Stadtplan gefunden. Auf diesem sollen Dresdner Waffenläden und
Polizeistationen markiert gewesen sein. Ebenfalls soll ein eventueller
Fluchtweg nach Tschechien dargestellt sein. Dieser gefundene Stadtplan
und eine umgehend eingegangene BesucherInnenerlaubnis sowie die
Beschaffung eines Anwalts für den Belgier Bart waren Grund für eine Hausdurchsuchung zweier Anti-Knast-Aktivistinnen in Dresden. An der Hausdurchsuchung waren LKA Sachsen und Polizei Aachen beteiligt. Mitgenommen wurden Handys, Computer, Schriftproben, Briefe von Gefangenen und Faschingsbedarf.

Am 28. 06. 2004 wurden vier Leute (3 Männer, 1 Frau)aus Belgien und
Spanien an einer Tankstelle in Aachen aufgegriffen. Der Vorwand der
Kontrolle war eine Drogenkontrolle. Die im Auto befindlichen Personen waren Jose
Fernandez Delgado, Gabriel Pombo da Silva, Begona Pombo da Silva und
Bart De Geeter. Zwei der Insassen sind illegalisiert in Spanien, als auch Deutschland. Bei der Kontrolle fiel ein Warnschuss von einer der
kontrollierten Personen. Die
Frau wurde von der Polizei überwältigt und festgenommen, die drei Männer
nahmen darauf hin ein Pärchen, das sich an der Tankstelle aufhielt als
Geiseln und flohen in einem fremden Auto. Es kam zu einer
Verfolgungsjagd mit Schusswechsel. Beim zweiten Autowechsel kamen die Geiseln frei, die Fliehenden verschanzten sich in einer Autowerkstatt, in der sich zu
diesem Zeitpunkt mehrere Personen befanden. Einer der Verfolgten
versuchte zu entkommen und wurde dabei festgenommen, die beiden anderen ergaben sich.

Die Identitäten waren zunächst unklar, da davon auszugehen war, dass die
Papiere gefälscht waren. Seit der Festnahme befinden sich die vier Leute
in verschiedenen Knästen in Deutschland und haben Anwälte aus Berlin,
Köln und Dresden.

Der 25 jährige Bart ist belgischer Anarchist, er war unter anderem bei
der internationalen anarchistischen Anti- Repressionsgruppe ABC ( Anarchist
Black Cross) in Gent aktiv und gehört laut Ermittlungsbehörden der ?linksextremen? Szene Belgiens an.

Der 36jährige Gabriel Pombo da Silva ist ein bekannter spanischer Anarchist, der 14 Jahre im spanischen Hochsicherheitstrakt einsaß und im
Oktober letzten Jahres aus Spanien entflohen ist und somit gegen seine
Bewährungsauflagen verstoßen hat. Aufgrund seines politischen Kampfes,
auch im Knast, unterlag er einer besonderen Repression. In den 14 Jahren
wurde er psychisch und physisch gefoltert. Sein politischer Kampf im
Knast beinhaltete auch Knastrevolten. Nach seiner Flucht aus Spanien
verfaßte er ein Communique
( http://www.sri-rhi.org/index.php?db=aktuell&id=133&mPath=), welches
sich an die comrades in und außerhalb des Knastes und seine Familie
richtet.

Der 44jährige Jose Fernandez Delgado saß mindestens 8 Jahre im Spanischen Knast ein und kommt ebenfalls aus der anarchistischen Bewegung Spaniens. Auch er ist aus Spanien geflohen und ist somit illegalisiert.

Begonia ist 34 Jahre alt und lebt legal in Deutschland. Sie ist die Schwester von Gabriel und hat eine 7jährige Tochter.

Den drei Männern wird von der Staatsanwaltschaft Aachen u.a. 9fach
versuchter Mord, Geiselnahme und schwerer Eingriff in den Straßenverkehr
vorgeworfen. Im Moment wird nicht nach 129a ermittelt.

Begonia ist nach unseren Informationen wegen der frühen Festnahme nicht
von allen Vorwürfen betroffen, allerdings wird ermittelt, ob sie in der Vergangenheit an Banküberfällen beteiligt war.

Es existiert kein Auslieferungsantrag nach Spanien oder Belgien, da die Strafsache in Deutschland, bzw. Aachen verhandelt werden wird. Inwieweit und ob Vorwürfe aus anderen EU-Staaten zum tragen kommen ist uns nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen jedoch gegen das internationale linksradikale Spektrum, d.h. spanische, belgische und deutsche Linke
sind von den Ermittlungen betroffen und werden als internationales Netzwerk gehandelt.

Im Zuge der Ermittlungen in diesem Fall wurde im Auto der Gefangenen ein
Dresdner Stadtplan gefunden. Auf diesem sollen Dresdner Waffenläden und
Polizeistationen markiert gewesen sein. Ebenfalls soll ein eventueller Fluchtweg nach Tschechien dargestellt sein. Dieser gefundene Stadtplan und eine umgehend eingegangene BesucherInnenerlaubnis sowie die Beschaffung eines Anwalts für den Belgier Bart waren Grund für eine Hausdurchsuchung zweier Anti-Knast-Aktivistinnen in Dresden. An der Hausdurchsuchung waren LKA Sachsen und Polizei Aachen beteiligt. Mitgenommen wurden Handys, Computer, Schriftproben, Briefe von Gefangenen und Faschingsbedarf.
Vorwand für die angeordnete Hausdurchsuchung ist der ?Verdacht zur
Verabredung eines bewaffneten Raubüberfalls?. Eine der beiden
Betroffenen hat über ihren Anwalt Beschwerde gegen die Hausdurchsuchung
eingelegt, welche vom Landesgericht Aachen ohne Begründung abgewiesen
wurde.
Daraufhin wird Verfassungsbeschwerde eingelegt.
Die beiden Aktivistinnen sind seit Jahren in der Anti-Knast-Arbeit und
der Roten Hilfe aktiv. Diese Arbeit beinhaltet Kontakt und
Öffentlichkeitsarbeit mit und für Gefangene, als auch die
Auseinandersetzung mit Knast im Allgemeinen. Konkret sind das
Briefkontakt, Besuch im Knast, Öffentlichkeitsarbeit im Namen der
Gefangenen und Beteiligung an Solidarisierungskomitees und
Prozessbeobachtung.

Im Gegensatz zur öffentlichen Berichterstattung, die die Gefangenen als
gewalttätige Kriminelle mit politischem Hintergrund diffamieren, handelt
es sich in unseren Augen um Menschen, die seit Jahren in linken, anarchistischen Bewegungen aktiv sind und somit auf unsere Solidarität bauen können.

Es geht nicht nur darum, dass Anwälte besorgt wurden, sondern dass auch
eine internationale Solidaritätskampagne losgetreten wird. Anfänge haben
ABC-Gent und die Rote Hilfe Dresden geleistet. ABC-Gent hat parallel
Kontakte nach Spanien. Die Solidarisierung muss in dieser Kampagne
vorangetrieben werden, zum anderen muß die Transparenz für die
Gefangenen gewährleistet werden, d.h. intensiver Briefkontakt in die
Knäste, BesucherInnenerlaubnisse, Knastkundgebungen, Knastradio etc.
Zum anderen muss die Repression gegenüber der Anti-Repressionsarbeit zum Thema gemacht werden, da es im ureigenen Interesse jeder Antirepressionsarbeit liegen muss die Kriminalisierung zu thematisieren
und spätestens jetzt die politische Dimension daran bewußt zu machen. Es
trifft zwei, gemeint sind wir alle!!!


Die Gefangenen sitzen in Isolationshaft, d.h. mindestens 23 Stunden
Zelle, keinerlei Kontakt zu anderen Gefangenen und müssen Anstaltskleidung
tragen.

Gabriel wird halbstündig durch ein Zellentürfenster beobachtet und die
Zellenbeleuchtung wird nachts willkürlich von den SchließerInnen
betätigt, was zu Schlafentzug führt. Bei Jose ist bekannt, dass er
derzeit nicht einmal Hofgang hat, er ist somit 24 Stunden in der Zelle.

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Jose Delgado (der von Wuppertal nach Bielefeld verlegt wurde ) am 18.01.05:
" Ich werde unter Bedingungen härtester Isolation gehalten die mir verwehrt, Kontakt zu knüpfen und die Sprache verstehen zu lernen..
Ich habe eine Arbeit - hier in der Zelle - angenommen, die niedrigst entlohnt wird .. jedoch nicht dieses Geldes wegen ( ohne Geld zu sein kümmert mich nicht ) .... es ist so, daß ich seit Monaten um eine Normalisierung meiner Situation ersuche - und diese " Therapie für Unterentwickelte ", die mich nicht im mindesten von meiner Zwangsvereinzelung erlöst, ist was sie mir jetzt angeboten haben - es sei denn dies wäre ihr erster Schritt " ... ( was nicht unbedingt anzunehmen ist )
" Ich denke, dass sie mich an Aktivitäten mit anderen Gefangenen teilhaben lassen müssen; mich zum Sport und zu den Bildungseinrichtungen gehen lassen müssen.. Seit sieben Monaten komme ich (ausser zu Mahlzeiten ) quasi nicht aus der Zelle. In allen drei Gefängnissen fand / findet letztlich dasselbe statt : ISOLATION
Dazu kommt, dass die sprachliche Theorie mir ohne praktische Anwendung nicht weiterhilft verstehen zu lernen und mich verständlich zu machen. "

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Infos über die Gefangenen:


Gabriel Pombo Da Silva:


... das erste mal als sie mich mit 16 Jahren verhafteten, mich beschuldigten und verurteilten ( ohne jegliche Beweise ) war dies allein aufgrund eines Gesetzes welches " "Moralische Überzeugung " genannt wird, was bedeutet, dass obwohl es keine tatsächlichen Beweise gab, "sie" (Richter und Polizei ) allein aufrgrund ihrer " moralischen" Sichtweise davon überzeugt waren, dass ich der Autor wäre von diesem oder jenem und verantwortlich für einen Banküberfall - den ich nicht begangen habe. Da ich Jugendlicher war, verurteilten sie mich zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft. Während dieser Haft erhielt ich ein weiteres Jahr wegen Fluchtversuches und weitere zwei Jahre wegen " Umsturzversuchs der institutionellen Ordnung "; etc., etc ...

Ich war völlig unschuldig in ihren Gefängnissen eigesperrt und erhielt ( wegen Rebellion ) fünf Jahre und vier Monate Isolation ( FIES ) ... bis sie schliesslich,1989, Freigang erlaubten ( aber nur für vier Monate ) ... und so, mit 22 Jahren, erklärte ich ihnen den totalen Krieg .... was mich wiederum ins Gefängniss brachte - wo ich nicht aufhörte mit Rebellion und Kampf - auf diese Weise erhielt ich insgesamt eine Strafe von 64 Jahren ....
Die grundsätzliche muß Frage muß lauten : nicht was angeblich wir getan haben sollen - sondern was hat die spanische Justiz mir / uns angetan ( tut sie uns an ) .....
Ich war erfreut darüber, das die spanischen Autoritäten ALLE Akten, Informationen,Urteile die mir angehängt sind ( ebenso wie alle meine Anklagen; Schriften ec. ) hierhersandte denn, ... diese sind derart absurd, ungereimt und irreal, dass jeder Mensch daraus ersehen kann, weshalb das System und die Administration der spanischen Justiz einem mittelalterlichen Wahnsinn entsprechen.

Ich habe weder Angst noch kann m@n mich beleidigen weil ich mich gegen eine Tyranei von Inquisatoren erhoben habe. ... Sie sind diejenigen welche Untersuchungen und Gerichten unterzogen werden müssen. Ich werde den nicht Kopf beugen,entsprechend einer Vogel-Strauss-Politik ....
... seit ich 16 war kenne ich nichts anderes als Gefängnisse, Zellen und Folter ... mit welcher Moralische Autorität will der Staat Spanien bestrafen ..... Wir sind die Kinder und Enkelkinder jener welche für die Soziale Revolution kämpften und die verloren wegen der Unterstützung der Faschisten Deutschlands und Italiens und des Verrates Englands,Frankreichs,der SozialistInnen und KommunistInnen .....

Jose Fernandez Delgado:

Eigentlich bin ich Katalane, aber meine Großeltern, die " Rote " waren, mußten während des Faschismus fliehen. So kam meine Mutter in einem kleinen baskischen Dörfchen zur Welt. Deshalb bin ich sehr verliebt in Euskadi ( das Baskenland) und vermisse seine Menschen, den Strand und mein barrio (Stadtteil) hier, als pobre campesino ( armer Bauer ) der die Sprache nicht versteht ...

Bart de Geeter : kämpfte außer für Gefangene in Belgien für die Rechte der " illegalisierten" MigrantInnen ohne Papiere

Xose Tarrio ( dessen Buch " Huye hombre huye" - " Flieh, mann , flieh " ) u.a. Gabriel Pombo da Silva gewidmet ist ( nicht eine Übersetzung: falsch gelesen , perdon ) ...
( Haft, Tod : http://de.indymedia.org/2004/12/102570.shtml ), geb. 1968 in Coruña als Kind einer einfachen Familie - wird mit 11 Jahren wegen familiärer Probleme in ein Jugendheim eingewiesen aus welchem er zweimal flieht..Mit 14 fängt er an kleinere Diebstähle zu tätigen, wöfür er ein dutzend Mal in der Besserungsanstalt von Palavea interniert wird. Xose flieht alle 12 Male - wird aber schließlich bis zu seinem 16ten Lebensjahr festgehalten. Er dreht sich im Kreis von Diebstahl /Verhaftung Diebstahl /Verhaftung usw. Innerhalb des Jugendknastes kommt er schließlich mit Drogen in Berührung... mit 19 soll er deshalb eine Haftstrafe von 2,5 Jahren verbüßen. Seine Teilnahme an den Gefangenenrevolten etc. bringt ihm im Weiterverlauf 71 Jahre Folgehaft; viele davon unter dem FIES-Modul gegen " gefährliche Gefangene" und in Isolation .....


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Es folgen aktualisierte Meldungen zum Fall
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Jose` Fernandez Delgado der in der JVA - Wuppertal inhaftiert ist, wird die Teilnahme an sämtlichen gemeinschaftlichen Aktivitäten verweigert : " Nur wenn zur Essensaufnahme die Zelle aufgeschlossen wird, bekomme ich andere Menschen zu Gesicht.". " "Ein anarchistischer campesino der nur seine eigene Sprache spricht " .... kann in dieser Situation der ISOLATION auch keine weiteren Fortschritte in seinen Bemühungen deutsch zu lernen machen , was ihm helfen würde wenigstens die Nachrichten im Radio oder in den Zeitungen zu verstehen. Weshalb trotz abgeschlossener Ermittlungen Isolationshaft angewandt wird, ist absolut unverständlich.
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Am 27.12 auf Indymedia-Barcelona erschienener Bericht
zum Verfahrensstand , Aktualisierung datiert: 20.12.04
Übersetzung und die neue Adresse ....

Nachrichten über die " 4 von Aachen "

- Am 12.Okt.04 wurde Begoña Pombo Da Silva in vorläufige Freiheit entlassen. Bis jetzt wird gegen sie der Vorwurf der Teilnahme an mehreren Raubüberfällen aufrecht erhalten : dieser Vorwurf wird vor Gericht erhoben werden. Es fehlt jedoch anscheinend an genügenden Beweisen für die insgesamt 14 Banküberfälle die ihr angelastet werden ( die ZeugInnen erkannten Begoña nicht " wieder " ) - aufgrund dieser Umstände befindet sie sich momentan in : " Freiheit unter Auflagen "

- José Fernandez Delgado wurde von der JVA - Wuppertal in das Gefängnis von Bielefeld verlegt; seine dortige, neue Adresse ist : Jose Fernandez Delgado, JVA Bielefeld-Brackwede I, Umlostraße 100, 33649 Bielefeld, Allemagne/ BRD.
Auch wenn es heisst, der Knast in Bielefeld sei weniger streng, leidet José am meisten unter Isolation da er kein Deutsch spricht, sondern nur seine Muttersprache :Castellano. Er hat deshalb keine Chance mit anderen Gefangenen zu kommunizieren oder Nachrichten im Radio zu verstehen.. Er braucht ganz dringend Bücher, Zeitungen, Informationen ... in Castellano.

 Der spanische Staat hat einen Antrag auf Auslieferung Gabriel Pombo sa Silva's gestellt. Momentan kennen wir die Gründe für diese Erweiterung ( der Anschuldigungen ) noch nicht. Aber in jedem Fall ist es unwahrscheinlich, dass die BRD diesem Antrag entsprechen wird. Gabriel muß zuerst in Deutschland verhandelt werden und zumindest einen Großteil seiner Strafe hier verbüssen . ( Dazu wichtig : AUSLIEFERUNG INNERHALB DER EU : www.de.indymedia.org/2004/08/89417.html)

 Am 17.Dez. gab die Staatsanwaltschaft Aachen bekannt, dass die Ermittlungen gegen die beiden GenossInnen aus Dresden - ohne Konsequenzen - eingestellt worden sind.
Aus der Erklärung der Roten Hilfe Dresden : " Die Staatsanwaltschaft hat mit der schweren Verletzung der Rezidenz aufgrund ihrer Irrtümlichkeit die gravierende Verletzung eines fundamentalen Rechtes begangen und dies auf der Basis vager Verdächtigungen. Wir sehen dies allein im Vorwurf unserer Zugehörigkeit zum Umfeld der extremen Linken begründet. Wir sind Etliche, die in diesem Fall eine Besuchserlaubnis beantragt haben, wie z.B. gleichzeitig die Caritas Dresden; die Gründe dafür, Ermittlungen anzustrengen können nicht allein auf Mutmaßungen basieren. Die Behauptung einer KomplizInnenschaft seitens der Staatsanwaltschaft wegen der beantragten Besuchserlaubnis sofort nach den Verhaftungen ist nicht minder absurd. Diese Anschuldigungen sind aber exakt, was durch die Staatanwaltschaft Aachen, das Landesgericht und später das Staatsgericht in Aachen völlig verfrüht in die Wege geleitet und als Basis für die Ermittlungen und die Registrierung/ Datenerfassung ec. benutzt worden ist .

 Innerhalb desselben Zeitraumes wurde die Akte der Anklageerhebung abgeschlossen. Sie umfaßt 31 Seiten und 6 voneinander unabhängige Punkte der Anklage:
1. José und Begoña sind angeklagt - des bewaffneten Banküberfalles am 18.06.04 in Karlsruhe
2. Begoña, José, Gabriel y Bart sind angeklagt - einen oder mehrere Banküberfälle in Dresden geplant / vorbereitet zu haben
3. )Begoña, José, Gabriel und Bart sind angeklagt - des bewaffneten Widerstandes gegen die Polizei / Staatgewalt
4. José, Gabriel und Bart sind angeklagt - der Entführung; des Autodiebstahls; des versuchten Mordes (während der Verfolgung zielte Gabriel 4 Mal warnend gegen die Polizei ); des schweren Verstoßes gegen die Strassenverkehrsordnung und der Gefährdung der Leben anderer ( während des Unfalls wurde eine Person leicht verletzt )
5. José, Gabriel und Bart sind angeklagt - des zweifachen Mordversuches ( während des Verlassens des Wagens schoß Gabriel 3 Mal über ( nicht auf ) den Wagen der Polizei; der Todesdrohung; des schweren Fahrzeugdiebstahles ( während der Flucht wurde ein weiteres KFZ angeeignet, nachdem dessen Fahrer zum Aussteigen aufgefordert worden war )
6. Begoña ist angeklagt - des gewaltsamen Widerstandes in Folge ihrer Verhaftung ( anscheinend leistete sie diesen Widerstand während der erkennungsdienstlichen Behandlung ( !?)…).

In der Akte der Anklage steht audserdem : " Alle Beschuldigten machten/machen von ihrem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch " und, dass die Kontakte der Beschuldigten untereinander aufgrund ihrer Bekanntheit/ Bekanntschaften im Umfeld der extremen Linken und über das Internet zustande kamen. "
Und weiter: " Die Angeklagten Gabriel Pombo da Silva y José Luis Fernandez Delgado bezeichnen sich selbst als Anarchisten und erlangten intensive Kontakte zu ihnen ideologisch nahestehenden Personen während der Zeit vor ihrer in Sicherungshaftnahme. Bart De Geeter muß als eine dieser Personen angesehen werden " .....

ES IST WICHTIG ZU WISSEN , dass das Abschließen der offiziellen Anklagen nicht notwendigerweise zu einer Einstellung weder der Erhebung weiterer Anschuldigungen noch weiterer Ermittlungen führen muß ....

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Briefe und Texte der Gefangenen:
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Bart de Geeter:

Düsseldorf, 26.11.2004



« Ce qui est vivant bouscule
tout pour vivre et crée, pour vivre,
ses propres lois, c’est irrésistible. »
-Antoine de Saint-Exupéry

« Wer lebendig ist, rempelt,
um zu leben, alles an und schafft, um zu leben
seine eigenen Gesetze, das ist unwiderstehlich. »
-Antoine de Saint-Exupéry




Kameraden haben mich gefragt, etwas über mich selber zu schreiben. Ich bin kein Mensch von vielen Worten. Doch von jeder Interaktion, von jeder menschlichen Ehrlichkeit abgeschnitten, kommen schnell viele Gedanken bei mir hoch.


Nun, ich bin ein 26-jähriger Anarchist, so seit 3-4 Jahren trage ich die Ideen mit mir und lebe in einer Art Symbiose mit ihnen, mit der Realität als Nährboden. Sie formen mich so wie ich ihnen mit meiner Individualität und Erfahrung Form gebe. So sind wir von Bekannten zu Geliebten geworden, mit noch immer täglichem Streit und Zweifeln, entlang der Konflikte, die wir mit dem Leben suchen, das sie uns aufdrängen.

Die Anarchie ist eine Notwendigkeit für das Leben geworden. Ich habe Freiheit in individueller und kollektiver Möglichkeit geschmeckt, jenseits der routinierten Abstraktion des kapitalistischen Daseins. Diesen Geschmack kriege ich nicht mehr aus meinem Mund, und alles andere ekelt mich nur noch an.

Jeden Tag spazieren wir in einem Netz von Machtbeziehungen, eine „Matrix“, die uns eine Rolle aufdrängt, ohne jegliche Relevanz für die Eigenheit unserer Person und unser Verlangen. Wir müssen unseren Tag nach einer verückten Ökonomie und einer in sich selbst verstrickten Bürokratie einteilen, um schlussendlich jedes Gefühl von Spontanität zu verlieren. Wir gehen mit Drogenproblemen, Depressionen zum Arzt, zum Psychiater............ um uns dann im Keller mit einem Strick um den Hals wiederzufinden. „Warum bloss?“ fragt sich der verkrampfte Fernsehzuschauer.

Platz und Zeit für Kollektivität wird uns genommen. Aber wir sind doch freier geworden, oder nicht?............. unsere rechtschaffende Demokratie versetzt uns täglich Tritte unter der Gürtellinie, aber das fühlen wir selbst nicht mehr. Eigener Wille oder das Gefühl von Selbstrespekt verschwinden im „öffentlichen Wohl“. JedeR trägt ihren Stein dazu bei, ehrlich ihr Brot zu verdienen, d.h. auf Knien zu kriechen, um den Luxus der Bourgeoisie zu sichern. Verblindet durch eine falsche Arbeitsethik irren wir durch unser eigenes Leben. Dass die Welt brennt, merken wir nicht mehr. Wir haben uns in unserem eigenen Spiegelbild verlaufen, dass der soziale Krieg für uns jede Bedeutung verloren hat.

Unser Kampf beginnt genau da, uns zu entfesseln von der modernen Verzweiflung, die uns versinken lässt. Unseren eigenen Kampf als Individuum zu erkennen und durch diesen Kampf Verbündete zu finden, um so unsere Kraft in Kollektivität zu entdecken.

Ich habe bedauerlicherweise durch die Jahre -und so bin ich wieder bei meiner eigenen Geschichte- die Niedergeschlagenheit bei vielen Anarchisten wiedergesehen, dass es wahrhaftig ansteckend wird. Und das in einer Tiefe, die sich bis in ihre Ideen und ihre Aktionen auswirken, die alte Formeln vorkauen, „linke“ Traditionen. Über die Schlagfertigkeit/Kampfbereitschaft von „links“ gibt es nicht viel zu sagen. Es ist zu einem vorhersehbaren, geeigneten Teil des Systems geworden, auf den die Demokratie gerne verweisst, um ihre Toleranz zu beweisen. Andere laufen wahrscheinlich auch verloren herum, weil sie die Massen nicht organisieren können.... mit einem grinsenden Augenzwinkern an die autoritären Kommunisten und Reformisten.


Dass die Realität beschissen ist, das wissen wir. Uns davon einfangen zu lassen, können wir nicht zulassen. Wir wissen, dass wir eine kleine Minderheit sind....unser Mangel an „Effektivität“ ist kein Grund den Blick von unserem Horizont abzuwenden, nur ein Grund weiter kritisch zu bleiben und weiter zu kämpfen. Die „Hoffnung“ liegt in uns selbst und in unserem Kampf. Hoffen auf............ ist nur ein christlicher Reflex, der uns in Ohnmacht fallen lässt. Der Konflikt ist permanent und wird ein konstanter bleiben. Und wäre es nur um unsere Würde zu bewahren. Das ist es, was Anarchismus und die Realität mir beigebracht haben.

In den Händen des Feindes sehe ich jetzt das erste mal das Innerste des repressiven Apparats. Sie erzählen mir, dass das Gefängnis eine Wiederspiegelung der Gesellschaft ist. Wenn es so ist, dann ist es manchmal echt jämmerlich. An manche habe ich schon geschrieben, mich wieder wie in der Schule zu fühlen; wegen der kleinen Mentalität hier und der aufgezwungenen Routine. Hmm, sagt das was über das Schulsystem oder über die Gefängnisse.....

Es ist absurd, wenn du diese Situation einmal, wie die Tauben auf dem Dach es tun, anschaust. Ich komme zurück von meinem Stündchen in der Runde laufen, und mein Wachhund steht bereit vor der offenen Zellentür. Er sagt „tschüss“, manchmal echt freundlich, und schliesst mich für 23h ein.... demokratische Manierlichkeit. Tja, wohl ein Job, wie jeder andere. Den Regeln folgen, was sie auch sind. Wenn sie mich morgen schlagen müssen, werden sie deswegen auch nicht viel Skrupel haben. Da ist wieder die vorherrschende Arbeitsethik...... schliesslich bin ich der Gefangene hier. Ich höre jetzt als Kulisse die Schliesser immer wieder singen. „Ja, er lebt noch, er lebt noch“. Und ich muss an die Selbstmordberichte denken, die hier so oft Gesprächsthema des Tages sind. Zynismus und Fatalismus bekleiden hier die Gänge............. doch sie festigen nur meine Überzeugungen.

Knast wird immer Teil der Erfahrung eines Anarchisten und einer anachistischen Bewegung sein. Wenn wir dem keinen deutlichen Platz in unseren Aktionen und Organisationen geben, sind wir dazu verurteilt, in Illusion zu kämpfen und in Unehrlichkeit mit unseren Ideen zu leben.

Ok, ich will enden indem ich sage, dass wenn du in dir selber nicht die Notwendigkeit findest zu kämpfen, höre auf darüber zu reden. Anarchismus wird dann nur eine Abstraktion. Es verfällt in eine Modeshow für die einen und in eine Vorreitermentalität für die anderen. Revolutionäre Solidarität, das Bindegewebe unseres Kampfes, lebt in dem Erkennen des eigenen Kampfes, dem der anderen und der daraus folgenden Aktion. Alles andere ist bürgerliches Gerede.

Hiermit nehme ich die Möglichkeit wahr, meine drei Kameraden mit einer warmen Umarmung zu grüssen. Bis zum Theater der Gerechtigkeit. Ich freue mich schon darauf, euch wieder zu sehen. Allein der Gedanke bringt ein Lächeln auf mein Gesicht.

Auch will ich allen anderen viel Kraft wünschen, die gegen die Einsamkeit der Gefängnisse kämpfen und wegen ihrer Rebellion gegen jede Form von Macht und Manipulation eingesperrt sind.
Dass wir als vernichtendes Unkraut durch ihren Beton wachsen.

Noch eine warme Umarmung für alle, die mit mir sind.
Mein Herz ist bei euch.
Für die Anarchie und das Ende von diesem Spektakel.

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Aachen: Kommunique' v.Gabriel Pombo da Silva
von @narchie - 24.04.2005 21:28

" TRIBÜNEN VOR DER ANARCHIE "
Kommunique' von Gabriel zur Auszieh-Aktion aus Protest
gegen die "Sicherheitsmaßnahmen" , "Justiz" und Kapital-
Staat im aachener Gerichtssaal, am 20.April 2005 ....







" TRIBÜNEN VOR DER ANARCHIE "
( TRIBUN@S ANTE LA ANARQUÍA )
Kommunique'/Comunicado von Gabriel Pombo da Silva
24.April, 2005

Ein Bourgeois (weibl. oder männl.) wird die Meinung eines bezahlten ( vom Staat des Kapitals, wie über-gut verstanden ) Journalisten teilen und ein bezahlter Journalist könnte in seiner Zeitung titulieren . " ANARCHIE VOR GERICHT "

Aber wir werden nicht die Betrogenen heissen ... Für den aseptischen Journalisteneddc3, ebenso wie für den kritiklosen Bürger sind der Inhalt und die Bedeutung dieser Worte nicht dasselbe wie für uns; weder in ihrer Tiefe, noch in der Form ...
Für Erstere ist die ANARCHIE das CHAOS; für uns eine NATÜRLICHE ORDNUNG , unverdorben von Hierarchien, Autoritäten und Mechanismen der Autorität ...
Die Interessen dieser "Abziehbilder" ( oder Klone, oder Subjekte der Serienproduktion ) gehorchen den Herren die sie ernähren; jenen, welche ihnen sagen, was sie zu denken-glauben-zu fühlen und wie sie zu handeln haben ... Sie sind die Sklaven einer langen Kette, die sie fesselt und versklavt (freiwillig oder unfreiwillig, auf bewußte oder unbewußte Weise) all-jener-Dinge die unsere Orwellsche-Welt ausmachen ...

In den Tempeln der "Demokratie" ( genannt Kirche, Parlament, Gericht etc.) kontrollieren die neuen PristerInnen -schaften den Raum, die Rituale, das Tempo ... Jeder /Jede, egal aus welcher Welt, der/ die die "Konventionen" dieser Autoritäten "zerstört ", wird nicht nur dämonisiert ( ergo kriminalisiert ) sondern auch "bestraft" ( sei es, Geld bezahlen zu müßen, oder mit der Freiheit ) ...

(...)

Am 20.April 2005 entkleideten sich sieben Anarchisten um so ( auf die gleiche Weise wie ich selbst) gegen Folter, die bürgerliche Justiz und gegen das Kapital zu protestieren ...
( siehe Prozeßbericht unter: http://www.de.indymedia.org/2005/04/112451.shtml
Vade-Retro!! ... ¡ Oh; was für ein erfreulicher Skandal, was für eine soziale Poesie, was für eine menschliche und rebellische Liebe; was für eine Würde !!
Das, Damen und Herren Bürger - und PriesterInnenschaften, heißt anarchistischer Aktivismus; ist , was revolutionäre Solidarität, menschliche und soziale Würde genannt wird; etwas, was ihr nicht besitzt...
Das ist, was Freiehit des Ausdrucks - der Meinung - des Handelns, heißt ...
Das ist, was den Mächtigen sagt-zeigt, daß SOLIDARITÄT kein totes-statisches Konzept ist, welches, wie ein Produkt oder Massenmode auf dem Markt, manipuliert und verkauft werden kann ... dass Solidarität nicht christliche Caritas oder ein heuchlerisches Almosen bedeutet.

Und, von der Solidarität sprechend ... ich verstehe nicht, kann m@n halb-solidarisch sein ?
In diesem Sinne lehne ich "Solidarität unter Vorbehalten/Ausflüchten" ab; oder Solidarität die nötig hat, sich zu rechtfertigen für daß, was über uns gesagt oder gedacht werden wird ...

Wir sind anarchistische RebellInnen, AntagonistInnen und RevolutionärInnen, mit unserer eigenen kämpferischen, politischen und sozialen Geschichte.
Wir kommen aus einem bestimmten und konkreten Kontext; mit unseren Toten/@ ( Erm@rdeten ), Gef@ngenen, ExilantInnen und Fahnenflüchtigen ...
Wir kämpfen gegen den Kapital-Staat, gegen die Gesellschaft der Gefängnisse und gegen die Gefängnisse selbst; gegen die Repression und die Armut; die Marginalisierung und den Dogmatismus...

Und, in diesem Sinne, betteln wir nicht um "die solidarität "LINKER " Autoritori@s/AutorInnen oder Humanisten die Revolutionäre/ rinnen spielen".
Euch und den @nderen sagen wir ohne jeglichen Takt : GEHT IN DIE SCHEISSE !!

(...)

Freunde/dinnen und Feinde/dinnen obwohl ihr es nicht wissen könnt, lächle ich im Halbdunkel, weil ich weiß, daß unsere Komplizen der Ausbreitung der Revolte, auf der ganzen Welt mehr werden und weil unser Herz den Beweis dafür gibt, daß "etwas" in Bewegung ist ...

Wir haben NICHTS und wir wollen ALLES ...

BIS WIR ALLE FREI SEIN WERDEN !
HASTA QUE TOD@S SEAMOS LIBRES!

Gabriel

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Gabriel Pomba da Silva:
En Aquisgran - 2 - Enero - 05
Salud

Es ist zwei Uhr nachts und da ich keine Lust habe zu schlafen und auch keinen Traum, habe ich mir vorgenommen die Übersetzungen einiger Gedichte zu machen die mir fehlen. (Anmrkg. Von Gabriel gibt es einen in Spanien publizierten Poesieband)
Jemand schickte mir die Geschichte eines Zigeunermädches - eine Geschichte von "dir oder mir" ....

Mehr als jene, die pompös als "die Geschichte der Menschheit" bezeichnet werden, gefallen mir Geschichten über Menschen ..... Geschichten die vom Leben handeln und die von Personen geschrieben werden, wie von " dir oder von mir ".... Personen mit Namen und Gesicht; Personen mit Erinnerung, Vergangenheit und eigenen Ideen; mit gutem oder wenig Humor; mit Empfindsamkeit und Gefühl. Die Menschheitsgeschichte stattdessen spricht von Konzepten und Jahreszahlen; über Persönlichkeiten; Massen, Fakten ....antiseptisch, unpersönlich oder, wie die HistorikerInnen es nennen: "Wissenschaftlich" .......

Für mich, der ich kein "Wissenschaftler" bin, bleibt unverständlich, wie man über die Geschichte der Menschen sprechen/schreiben kann, ohne an das zu erinnern, was für sie/uns charakteristisch ist : Gefühle, Empfindsamkeiten; Widersprüche, Leidenschaften ..... Vielleicht ( so sage ich mir ) weil es einfacher erscheint, über " Abstraktes " oder " statische Materie " zu sprechen, als über uns selbst. Aber wenn ich wählen sollte, zwischen Schopenhauer und Marx, würde ich den Erstgenannten vorziehen ...

Mir haben immer jene Personen zugesagt, die ihren Eigenarten folgten; die ihre Kunst beitrugen und ihre Kenntnisse; die Beispiele waren für das Wesens der Menschen ( für eben nicht jenes " oben " ! ) .... Deshalb hänge ich leidenschaftlich der Gattung der russischen und französischen Erzählkunst des XIX Jahrhunderts an, deren Romane und Novellen so treffend die Gefühle, Träume und Hoffnungen der Unterdrückten ihrer Zeit schildern ... damit meine ich Antón Chéjov, Fidor Dostoijevsky, Maximo Górki, l. Tolstoi; E. Zola; Viktor Hugo und viele anderen mehr !! Oder die " verfluchten Dichter " wie William Blake, Baudlaire, Walt Withman, León Felipe, Maiakowsky ... oder die aufklärerischen Philosophen und Zerstörer der Mythen wie Sókrates, Diógens, Epicuro; Voltaire , Nietzsche, Sártre; Camus, Guy Debord oder solch eindrucksvolle RevolutionärInnen wie Mijail Bakunin, Piotr Kropotkin, Enrico Malatesta, Emma Goldmann, Johann Most ...

Ganz sicher sind es viele, viele Personen die uns durch ihre Kunst, Kultur und Illustrationen ( durch die Beispiele ihrer Leben ) die Augen öffneten für das was Freiheit sein kann ... Individuen voll eigenem Licht die Signale der Erkenntniss aussandten , uns zur Selbsterkenntniss verhalfen und zum Erkennen der Welt in der wir leben ......
Und schliesslich, aufgrund dieser Summe meiner Interessen und Liebe zur Erkenntniss, Kunst und Kultur, kam ich an beim Anarchismus - der die einzige politische Idee ist ohne Verherrlichung von Autorität , Paternalismus und dummer " Gefolgstreue/ Folgsamkeit " ....
und darum, als Anarchist, werde ich immer Mauern vor meinem Blick und meinen Schritten haben : Mauern aus Stein, Mauern aus Menschenmasse, Mauern aus IgnorantInnen und Uniformierten welche die Anarchie, die AnarchistInnen fürchten - weil sie Angst haben vor der Freiheit, vor der nackten Wahrheit .... da sie sind unfähig sind zu einem Leben, frei von Ketten - Sie können nicht existieren ohne zu unterdrücken oder Unterdrückte zu sein; sie können nicht leben ohne ( ein unleserliches Wort ) und Idole; nicht ohne " WissenschaftlerInnen und ExpertInnen; nicht ohne Polizeien; Politik und Technokratien .... Sie kennen weder die LIEBE noch das LEBEN .....
Freiwillig oder unfreiwillig Versklavte; Bewußte oder Unbewußte; Gebildete und Ungebildete .... zuviele Feinde@ der Menschlichkeit, zuviele Ignor@nten und Feiglinge@ .......
( ... )
Sich auf die Seite Jener zu stellen die leiden, der Ausgebeuteten ; auf die Seite derer, die gefoltert werden und ermordet ist, gestern wie heute, revolutionär ....... deshalb und als Anarchist stehe ich gegen die Gefängnisse ....Gefängnisse sind zeitgenössische Sklaverei; die " Administration der Justiz "; eine Institution der Versklavung , Vertuschung und des Mordens .... und das " legalerweise " .....
Das Gesetz der Besitzenden; das Gesetz der Reichen; Gesetz und Ordnung .... ¿ wessen - von wem ?

Schachmatt denen, die sich selbst verherrlichen - der Kampf geht weiter und jedesmal werden wir mehr die ALLES wollen .... absolut ALLES

Dies ist eine Umarmung um sie zu teieln mit allen (Niñ@s) die noch Träumen, Lieben und die an die Freiheit Glauben
Wir werden siegen, und nicht weil wir " besser " wären - sondern weil wir mehr sind
Por la Anarquía !
Für die Anarchie !

Gabriel ( Pombo da Silva )

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Brief des in Deutschland inhaftierten Gabriel Pombo
da Silva : Isolationshaft - Schlafentzug in
der JVA Aachen ! ....


Liebe companer@s

Ich schreibe Euch um Euch über meine Haftssituation und die der anderen zwei companer@s und meiner Schwester Begoña zu informieren. Da ich zensiert werde kann ich mich nicht über die Motive die zu meiner Verhaftung führten äussern . Und zu den anderen beiden auch nur , dass sie an anderen Orten inhaftiert sind .

Hier ( JVA Aachen ) sind wir von der Aussenwelt abgeschnitten und von allen und allem völlig isoliert. Wir tragen Einheitskleidung in Grau und Blau und sind 23 Stunden in der Zelle eingeschlossen. Alle halbe Stunde öffnen sie die Sichtklappe in der Zellentür und lassen uns nicht schlafen . ( Wie bei den Taliban ....)

Meine Schwester befindet sich in Haft obwohl sie überhaupt nichts mit unseren anarchistischen Aktionen zu tun hat , einzig weil sie meine Schwester ist. Diesbezüglich gibt es gar keine Verbindung zwischen ihr und mir : Ich bin allein verantwortlich für mein Anarchistsein , ebenso wie für die Entwicklung der Aktivitäten .

Ich erhoffe mir weder von der deutschen Justiz etwas noch von sonst irgendeinem Gericht der Bourgeoisie .Meine jetzige Inhaftierung gründet nicht nur auf dem aktuellen Geschehen - der spanische Staat erhebt weitere Vorwürfe und ignoriert dabei die Gründe für mein Fortgehen . Wir werden sehen müssen, dass sie noch mehr erfinden werden .... dabei scheint völlig unwichtig , dass ich überhaupt keine illegalen Handlungen während meiner Abwesenheit begangen habe . Anschuldigungen gegen mich werden nach Belieben erhoben ..... von daher werde ich an keinerlei Heuchelei teilnehmen .

Was soll ich ,als Anarchist , von einem Gericht zu erwarten haben ? Wie wurde mit Granados und Delgado, mit Sacco und Vanzzetti, mit Severino di Giovanni verfahren .... alles der Fall Marinni . Beispiele wurden uns genügende gegeben - und wer die Geschichte befrägt , erhält die entsprechende Antwort .

Ich bin der Alleinverantwortliche für alles was hier geschah . Die anderen beiden sind gefangene weil sie Anarchisten sind . Und Begoña als meine Schwester .

Ihr wisst , dass ich nie versuchte , mich moralischer Verantwortung zu entziehen - dies verbietet meine anarchistische Ethik . Es entrüstet mich zutiefst , dass andere angeklagt werden obwohl sie nichts getan haben .

Verbreitet dies. Seid stark - Anarchie ist unumgänglich , unausweichlich !!


Mit inniger Umarmung
Un fuerte abrazo

Gabriel Pombo Da Silva.
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Salud ( .... ) !


Danke für die Informationen, die du mir hast zukommen lassen!
Doch alle Informationen - Daten sind wichtig, um zu verstehen/zu wissen, um uns dem Thema anzunähern, damit so eine intelligente Lösung (Strategie, Taktik etc.) des Konflikte und/oder der Konflikte gesucht werden kann.

Trozdem, obwohl die Regierung am 23.12.04 die Antifolter-Konvention unterzeichnet hat (wozu es im übrigen höchste Zeit war ), vertraue ich nicht zu sehr darauf, dass dies jene Praktiken aufhalten wird, die seit vielen Jahren quasi als fast schon eine Tradition und Gewohnheit in den Komissariaten und Gefängnissen des spanischen Staates sind.

Solange FIES weitere Rechtsgültigkeit besitzt, kann nicht von einer erntshaften Umsetzung des genannten Protokolles gegen Folter gesprochen werden. FIES ist ein Attentat auf die betroffenen Personen, eine nichtakzeptable Schande und faschistisch.
Bedauerlicherweise genügen in diesem Kampf gegen Unterdrückung und Leiden die Worte alleine einfach nicht.
Der spanische Staat weiß zur Genüge selbst, dass sie nicht damit aufhören werden, mit Gefängnissen, Folter und Mord. Wir haben ihnen durch Handlungen und Worte demonstriert, dass wir uns nicht unterwerfen werden - wir, weil wir für einen gerechten und würdigen Grund kämpfen.
Wieviele Tote von unserer Seite werden noch nötig sein, um ihnen klar zu machen, dass wir uns nicht unterwerfen werden ?


(....)

Unsere Großeltern kämpften für die Soziale Revolution, die wir verloren, durch die Hilfe des italienischen Fachismus von Mussolini und dem Nazideutschland, der den faschistischen Diktator Spaniens, Franko, unterstützte. Frankreich und England wiesen uns den Rücken, und Kommunisten, Sozialisten und Republikaner haben uns verraten ..... Wir sind die Söhne/Töchter und Enkel/lnnen jener, die diesen Krieg verloren.... die bis 1975 eine Diktatur auferlegt bekamen und eine Regierung, bestehend aus den Söhnen/Töchtern und Enkel/lnnen der "Sieger". Die Institutionen von Armee, Polizei und Gefängnissen wurden bis heute nie wirklich "demokratisiert"


(....)

Wie können Folter und Faschismus in diesen Institutionen ausgemerzt werden? Der erste Schritt wäre wohl, die "Alten Garden" ihrer Amtsausübung zu entheben. Dies erscheint mir schwierig.
Letztlich ..... ich weiss es nicht,....... ich weiß es nicht. Vielleicht ist es eine Frage der (historischen) Zeit, aber auch der Kämpfe.

Natürlich ist es wichtig, die Herzen zu ereichen!! Hätte ich ein kaltes Herz gehabt, hätte ich niemals angefangen zu rebellieren. Für mich müssen Anklage oder Soziale Poesie eins sein mit Fakten/Informationen und Gefühlen/Empfindungen... man muß fühlen, worüber man spricht, Begründungen müssen Emotion enthalten, schlicht: man muß menschlich sein!! Wir sind keine Maschinen. Leider kennen auch die Mächtigen die immense Bedeutung diese beiden Konzepte zu vereinen. Aus diesem Grund sind die Medien der Kommerzialisierung (oder besser die Massenmedien) die effizienteste und mächtigste Waffe, mit welcher die staatlichen Regierungen kalkulieren. Mittels dieser Medien, manipulieren, belügen und regieren sie uns... deshalb glaube ich nicht, dass es genügt, zu schreiben, anzuklagen, zu wissen ....

Für mich hat der Kampf, den ich begonnen habe, nichts zu tun mit "Wettkampf"; verlieren oder gewinnen; besser oder schlechter. Für mich zählen die Gefühle, Sensibilität, die Ideeen; die Werte, die Erinnerungen, die Ethik ...... Ich weiß, daß ich tue, was ich tun muß - obwohl man mich nicht versteht, kiminalisiert, allein läßt. Für mich zählen meine Träume; meine ermordeten, gefolterten Compañer@s; die die noch immer nicht anwesend sind und die weiterhin leiden unter dem Mißbrauch der Übermächtigen in allen Teilen der Welt; an jedem Ort, und die von der Farbe sind, von der sie sind und die Sprache sprechen, welche sie sprechen....... verstanden?

Ich glaube nicht, dass Irgendwer ein ABOLUTES RECHT, noch eine solche WAHRHEIT besitzt .. ich habe meine Rechte (für mich recht) und meine Wahrheiten, also kleingeschrieben, aber für mich sind sie die grössten und wichtigsten Dinge der Welt und diese verteidige ich mit meinen Armen und dem Geist; mit dem Herzen und den Kenntnissen meiner Existenz.
Ein Philosoph sagte bei Gelegenheit. "Die kleinen Dinge sind nicht mehr als kleine Dinge; aber den kleinen Dingen treu zu sein, ist eine große Sache und es ist das, wodurch sich aussergewöhnliche Personen auszeichnen."


(....)

Die Verhandlung stresst mich überhaupt nicht. Ich weiß, dass sie mich zu vielen Jahren Gefängnis verurteilen werden, aber.... C' est la vié! Wenn sie glauben, mich mit ihren Gerichtsverhandlungen und Bestrafungen zu beunruhigen, so weil sie mich nicht im Mindesten kennen. Ich gehe immer mit dem Kopf oben, das bezeugt die Vergangenheit und genauso meine companer@s.
Für mich sind alle Tribunale Zirkuse, wo jeder eine Nummer der Spektakulanten representiert, und deshalb habe ich nichts zu sagen. Ausser, dass es Leute gibt, die unschuldig sind.

Wie du Dir vorstellen kannst, will ich mich nicht verteidigen. Ich habe keine Rechtfertigung, noch suche ich Sympathie oder Verständniss.
Ihre Arbeit ist die der Richtenden-Unternehmer des Staates und
die meine "Anarchist vom Dienst"



Eine Umarmung und weiter im Kampf

Wir Wollen Alles !



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23-Januar 2005 Aachen -


Sicher macht internationale Öffentlichkeit den spanischen Staat nervös!! Die Presse Spaniens ist eine Schande, es sind mehr Söldner, die sich die PolitikerInnen und UnternehmerInnen verkauft haben. Zum Glück gibt es noch die unabhängige Presse!!
"Es braucht mehr als Öffentlichkeit, um das Regime FIES zu Fall zu bringen.... solange bis dass eine vom Ausland her zusammengesetzte Delegation von Menschenrechts-Organisationen (ich glaube keiner spanischen) und Presse sich nicht an einen dieser Orte der Vernichtung begeben; solange bis nicht diese Delegationen rechtliche - zumindest aber Instanzen der Untersuchung der direkt Verantwortlichen für die Tode meiner compañer@s und der entsprechenden Umstände sind ... solange dies nicht erfüllt ist, werde ich persönlich gar nichts glauben"....


(....)

Schliesslich wäre es ein sehr wichtiger Schritt, ein wahrhaftes Schach gegen den Spanischen Staat. Aber dies werden sie niemals zulassen, denn es gibt zuviele Kriminelle mit hohen Stellungen, innerhalb der Institutionen, die ihren Namen mit Blut bfleckt sähen .


(....)

Du fragst, weshalb sie mich in Spanien vor Jahren eingesperrt haben ... Tja, ich könnte dir einfach antworten: wegen meiner politischen Aktivitäten. Aber du willst wissen, welche Aktivitäten dies sind, stimmts? Oh nein, du trittst mir überhaupt nicht zu nahe damit, ich bin sehr stolz auf alles (ALLES) was ich getan habe ... also, das erste mal, als sie mich mit 16 Jahren verhafteten, mich beschuldigten und verurteilten (ohne jegliche Beweise), war dies allein aufgrund eines Gesetzes welches "Moralische Überzeugung " genannt wird. Das will heissen, dass obwohl keine tatsächlichen Beweise vorhanden waren, "sie" (Richter und Polizei) aufrgrund ihrer "moralischen" Sichtweise davon überzeugt waren, dass ich der Autor wäre von x oder y (du verstehst ?) und verantwortlich für einen Banküberfall - den ich nicht begangen habe. Da ich Jugendlicher war, verurteilten sie mich zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft. Während dieser Haft erhielt ich ein weiteres Jahr wegen Fluchtversuches und weitere zwei Jahre wegen
"Umsturzes der institutionellen Ordnung "; etc., etc.

Ich war völlig unschuldig in ihren Gefängnissen eigesperrt und erhielt (wegen Rebellion) fünf Jahre und vier Monate Isolation (FIES) ... bis ich schliesslich,1989, in Freiheit kam (nur für vier Monate) ... und so, mit 22 Jahren, erklärte ich ihnen den totalen Krieg .... die nächste Verhaftung erfolgte wegen Bildung einer bewaffneten Gruppe, und Besitz von Kriegswaffen; Attentate auf Agenten der Autorität, Verletzungen, etc... und im Gefängniss fuhr ich fort mit Rebellion und Kampf - auf diese Weise erhielt ich insgesamt eine Strafe von 64 Jahren ....
Die Frage muß anders heissen ... es geht nicht darum, was ich getan haben soll ..... sondern darum, was die spanische Justiz mir/uns angetan hat .....

Ich war erfreut darüber, dass die spanischen Autoritäten ALLE Akten, Informationen, Urteile, die mir angehängt sind (ebenso wie alle meine Anklagen; Schriften ec. ) hierhersandte ... diese sind derart absurd, ungereimt und irreal, dass jeder Mensch daraus ersehen kann, weshalb das System und die Administration der spanischen Justiz einem mittelalterlichen Wahnsinn entsprechen.
Ich habe weder Angst, noch kann man mich beleidigen, weil ich mich gegen eine Tyranei von Inquisatoren erhoben habe. ... Sie sind diejenigen, welche Untersuchungen und Gerichten unterzogen werden müssen. Ich werde nicht den Kopf beugen, entsprechend einer Vogel-Strauss-Politik ....


(.....)

Ich bin 37 Jahre alt, ...., und seit ich 16 war, kenne ich nichts anderes als Gefängnisse, Zellen und Folter ...Glaubst du, dass der Staat Spanien die Moralische Autorität besitzt mich zu bestrafen?

Seine Lügen und "Experimente" lassen mich gleichgültig.... ich bin es "gewohnt", alleine zu sein, in Gemeinschaft meiner Bücher, meiner Briefe, Gedichte und Schriften ... mit ihnen kämpfen wir gegen die "UNBESIEGBARE WAFFE SPANIENS".
Und auch wenn ich mein ganzes Leben in einer Zelle verbringen mußte, kriminalisiert, klassifiziert als "sehr gefährlich", diffamiert zum "Gangster" oder " Terroristen", gibt es etwas, was sie niemals (NIEMALS) erreichen werden und dies ist - dass ich mich unterwerfe, mich von meiner Familie lossage, meinen Freunden und compañer@s.

In Spanien gibt es einen Spruch, welcher sagt: " Niemand ist blinder, als die nicht sehen wollen.." Und ich sage, diejenigen, welche nicht sehen wollen, wollen es schlicht und einfach nicht ....
FIES und die Gefangenen unter FIES sind Staatliches Recht, eine politische Waffe, auf welche die Spanier weder zu verzichten bereit sind, noch sie zu diskutieren/analysieren ... wie die Gaskammern, oder der elektrische Stuhl in den Vereingten Staate


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Gabriel Pomba da Silva: Diese eine Geschichte ist zum teilen mit anderen nin@s
("Kindern") großen - kleinen - mestizischen- - roten - schwarzen - weißen - und braunen ...

"LA HISTORIA DE UN NINO"
DIE GESCHICHTE EINES KINDES ( JUNGEN )

Ich kenne die Geschichte eines Jungen der in einem Land geboren wurde, indem eine faschistische Diktatur herrschte. Er war das Kind einer sehr armen Familie und verbrachte seine Tage damit, wilden Tieren auszuweichen. Er war immer sehr schmutzig, weil er spielte "wilder Indio" zu sein und er es liebte, auf Bäume zu klettern oder in Höhlen zu kriechen wo er meinte, einen Schatz vergangener Königreiche oder der Piraten zu finden...
Eines Tages stürzte der "wilde Indi" von seinem ziemlich hohen Dach: Er hatte, von ihren Farben betört, ein paar Schmetterlinge verfolgt und beim Versuch sie einzufangen völlig vergessen wo er sich befand und. ... Er mußte in ein Hospital gebracht werden, weil er sich bei dem Sturz den Mund aufgeschlagen hatte. In der Klinik aber wurde er von den ärztlichen Professoren geschlagen, denn er redete in seiner Sprache : einer Indigen@ - Sprache welche dem Diktator mißfiel. Aber, wie immer, schaffte es der Junge zu entkommen. Und, auch wenn alle sich darüber wunderten :sein ganzes Interesse galt den Wäldern.

Doch eines Tages entschieden die Eltern des Jungen, dass sie in ein anderes Land gehen müssten ... ein Land, wo die Männer und Frauen und Kinder viel weißerer Hautfarbe lebten. Ein Land (so sagten seine Eltern) wo sie viel freier sein und wo sie Geld verdienen und der Armut entkommen würden ... wo sie ein großes Haus kaufen und glücklich sein könnten
Seine Eltern sagten ihm: "In jenem Land gibt es etwas Besonderes: Schnee! Er ist weiss und kalt und er fällt vom Himmel am Tag des Festes deiner Geburt." Der Junge verstand kein kleines bißchen, warum er seinen Wald verlassen sollte, die Sonne, den Regen, das Meer, die Flüsse, seine Erde ... Er verstand vielleicht nicht, was Armut war, denn er brauchte niemals materielle Dinge und es bedeutete ihm nichts, die Besitzenden nachzuahmen. Ebensowenig konnte er erkennen, was daran Freiheit sein sollte, denn er war doch schon frei.
Weshalb sich dieser Junge dennoch darauf freute, seine Erde zu verlassen, war "der Schnee der an deinem Geburtstag fällt" ,von dem ihm seine Mutter erzählt hatte und den er unbedingt kennenlernen wollte. Und auch ein wenig, weil er: "Noch nie Männer und Frauen und Kinder gesehen hatte - weiß und noch mehr weiß, mit gelben Haar wie von Gold" - denn dann gäbe es kein Krankenhaus mehr, wo er geschlagen werden konnte weil er seine Indigen@ - Sprache sprach "Also so ging der Junge mit seinen Eltern in das Land der Weißen mit gelbem Haar wo an seinem Geburtstag der Schnee fallen würde ...
.................
Und so war es wirklich ... der Schnee fiel an seinem Geburtstag und die Menschen waren sehr weiß und viele hatten goldenfarbenes Haar oder auch rot, wie Tomaten; orangefarben wie Möhren oder vom Braun der Kastanien. Sie sprachen eine viel schwierigere Sprache als die des Diktators. Es war eine trokene Sprache, schneidend und militant. Und die Menschen waren so kalt und so traurig ... wie der Schnee.
Nach einer Weile wollte der Junge von der Farbe der herbstlichen Blätter zu seiner Erde zurück ... es gefiel ihm nicht dort, wo er die anderen Kinder nicht verstand, die ihn NICHT mit Heimweh im Auge ansahen und wo es kein Lächeln in den Gesichtern gab. Aber er blieb und erlernte die Sprache der Nativ@s (der Eingeborenen ) mit den farbigen Haaren, der weißen Haut und ohne Lächeln auf ihren Lippen.

Aus dem Kind wurde ein großer Junge und er hörte die Geschichte seiner eigenen Erde aus dem Mund der politischen Exil@nten ... so erfuhr er, dass seine Erde nicht die des Diktators war, der den Krieg gewonnen und die Revolution erstickt und dersein Land in Blut und Not gestürzt hatte ... und dass es deshalb war, dass Indigen@s, wie wir, dafür verurteilt wurden, zu einem Indiovolk zu gehören - anderst zu sein .....
Der Junge lauschte diesen Geschichten der Exil@nten über die Tränen, das Bluten und die Unterdrückung mit großer Traurigkeit. Und, er musste erfahren dass die Erzählenden an keine Hoffnung mehr glaubten : sie tranken " Feuerwasser " um zu vergessen und sangen dennoch Lieder der Republik, der " Frente Popular " und der Revolution ....Eines Tages sprach der Junge mit einem der vom Trinken zerstörten alten Kämpfer. Sehr ernst erklärte er ihm: " Don Antonio, ich werde für die Revolution kämpfen und niemals die Lieder über sie vergessen. Ich will mein Leben zu einem Beispiel des Stolzes machen und Vergeltung üben in Erinnerung an unsere Toten, die Gefolterten und Geschlagenen. Ich schwöre bei Gott, Don Antonio ."
Dieser begann vor Regung zu weinen, aber der Junge verstand nicht weshalb der alte Mann der die Lieder der Revolution gesungen hatte, dies tat und so begann er alleine, in seiner (geschlagenen ) indigenen Sprache, die verboten worden war, ein altes revolutionäres Lied zu singen :
" Die Luft ist aufgewühlt von schweren Gewittern ,
dunkle Wolken verwehren die Sicht.
Das vergossene Blut lässt uns den Schmerz erahnen ( der uns erwartet )
und der Tod gegen die Feinde wird uns zur Pflicht
Das Wertvollste ist die Freihet - sie muß verteidigt werden mit Glaube und Mut
Hoch die revoutionäre Fahne für den Sieg der Emanzip@tion
Auf die Barrikaden, auf die Barrikaden - für den Sieg der Emanzip@tion "

... und so kehrte der große Junge zu seiner Erde zurück und kämpfte für die Revolution ...und wurde, nach vielen Konfronationen, ergriffen und inhaftiert.
Sie klagten ihn an, ein Krimineller und ein Anti - Sozialer zu sein.

Aus dem großen Jungen wurde ein junger Mann der zwanzig Jahre voller Folterungen überlebte, ohne Sonne, Luft,Tiere und Bäume.
Aber eines Tages gelang ihm die Flucht und er kämpfte weiter und sprach vom Leben, der Liebe, der Revolution und den Träumen ... und , als er ein weiteres Mal in Gefangenschaft genommen wurde: behielt er sein Lächeln.Niemlas gab er es auf.... Seine Augen sind zwei schwarze Oliven mit der Sonne als Pupillen. Alle (Weißen ) fürchten ihn denn, niemlas weint er, noch zeigt er ein Zittern und .... es gibt nichts, was er von ihnen will ...
Sein einziger Wunsch ist, dass sein Lächeln anstecken möge und die Kraft seines Herzens - alle anderen "Kinder" ( nin@s ) die vergessen haben, wie m@n lächelt und dass sie das Leben und die Verhältnisse regenerieren, damit eine neue Welt entsteht in der sie die rote Farbe der Haut ( in Spanisch: la rosa de los vientos = Windrose, ein Wortspiel ) - in der sie die rote Farbe der Haut in Liebe ansehen .... jenes Rot, das diese Erzählung nuanciert, die noch nicht aufgehört hat .....

Vencerémos
Wir werden siegen

(von: Gabriel Pombo da Silva )

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